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Zigarren: Herstellung
Sicherlich wollten Sie schon immer mal wissen, wie Zigarren eigentlich hergestellt werden. Hier können Sie es nun nachlesen!
Die Produktionskette bei der Zigarrenherstellung beginnt mit dem Tabak. Das Feld mit den Tabaksamen wird nach dem Sähen zum Schutze vor der Sonne und sonstigen schädlichen Einflüssen mit Stroh bedeckt.
Sobald kleinere Tabakpflanzen aus dem Boden sprießen, wird das Stroh entfernt. Nun wachsen die Tabakpflanzen bis sie bereit zur Ernte sind.
Bei der Ernte reißt man nicht die ganze Pflanze aus dem Boden, sondern pflückt die verschiedenen Blätter der Tabakpflanze, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können, von Hand.
Man unterscheidet bei den Blättern einer Tabakpflanze in sieben Teile. Die untersten Blätter heißen "Libra De Pie" und die höchste Teilschicht nennt man Coronas. Die Blätter der unteren Teilschichten verwendet man vorzugsweise für Deckblätter und den oberen Teil der Tabakpflanze für die Herstellung von Umblättern. Für die Einlagen werden alle Blätter einer Tabakpflanze verwendet.
Nach dem Ernten werden die Tabakblätter in den Trockenschuppen gebracht, wo die Blätter zum Trocknen aufgehangen werden. Die Trocknung der Blätter kann bis über 50 Tage dauern. Sobald die Blätter trocken sind, werden sie nach Farbe und nach Größe geordnet und zum Fermentieren gebracht. Die Fermentation dauert ebenfalls lange (bis zu 3 Monaten).
Aber warum sind Zigarren braun und nicht grün, wie die Tabakblätter bei der Ernte? Die Antwort ist, dass die Tabakblätter während dem Trocknen das Chlorophyll verlieren, weshalb die Blätter sich braun färben. |
Nun zur Herstellung der Zigarren an sich:
Zigarren bestehen aus drei Teilen: der Einlage, dem Deckblatt und dem Umblatt. Die Einlage setzt sich aus mehreren Tabakblättern zusammen. Hier können durch die Kombination verschiedener Tabake zudem unterschiedliche Aromen gebildet werden. Das Deckblatt ist die äußerste Hülle einer Zigarre und deshalb ist es sehr wichtig, dass es auch im äußeren Erscheinungsbild nur gute Eigenschaften aufweist. Das Umblatt ist wichtig, um die Zigarre stabil in Form zu halten und befindet sich unter dem Deckblatt.
Wie oben bereits erwähnt, teilt man die Blätter der Tabakpflanzen in unterschiedliche Teilschichten ein. Die obersten Blattregionen haben den kräftigsten Geschmack, die untersten den leichtesten.
Man beginnt nun mit dem Rollen der Zigarren. Dafür wird zuerst die Einlage hergestellt. Hierfür werden drei bis fünf Tabakblätter in das Umblatt der Zigarre eingerollt, so dass die Zigarre Gestalt annimmt. Während diesem Produktionsvorgang bestimmt man das Format der Zigarren. Die eingrollte Einlage wird nun in eine sog. Puppenpresse gelegt. Wenn die Zigarren in ihrer Form (ihrem Format) gefestigt wurden, werden sie nun in das Deckblatt eingerollt. Dann werden die Zigarren glattgerollt und der Kopf der Zigarre wird verschlossen.
Die Zigarren sind nach dem Rollen selbstverständlich nicht gleich lang (für die richtige Breite hat zuvor die Puppenpresse gesorgt) und werden deshalb auf die richtige Länge geschnitten.
Jetzt müssen die Zigarren nur noch trocknen. Ist auch dieser Vorgang beendet, werden die hergestellten Zigarren zu Bündeln gebunden (i.d.R. 50 Zigarren/Bündel) und von Schädlingen befreit, die evtl. vorhanden sind. Haben die Zigarren die anschließende Qualitätskontrolle bestanden, werden sie nach Farben geordnet und in Kisten gepackt in alle Welt geliefert und sind dann in jedem gut sortierten Tabakhandel zu finden.
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